Toreingang in die Brill-Höfe: die Stadt als offenes System

Menschen wollen heute Städte erleben, die einladen statt auszuschließen – durchlässig, neugierig machend, zu Fuß entdeckbar.

Ein attraktiver Tordurchgang an der Bürgermeister-Smidt-Straße – gegenüber der Wandschneiderstraße – öffnet den bisher verschlossenen Innenhof für die Öffentlichkeit und macht ihn zu einem neuen, leicht erreichbaren Stadt- und Erlebnisraum.

Dieser Durchgang ist mehr als nur eine bauliche Öffnung: Er reagiert auf den wachsenden Wunsch nach durchlässigen, fußgängerfreundlichen Innenstädten, in denen Wege kurz, Sichtbeziehungen klar und Aufenthaltsorte überraschend nah sind. 

In vielen europäischen Städten gelten solche Passagen und Höfe als Schlüssel für lebendige Quartiere – sie verbinden, sie laden ein, sie machen Stadt erfahrbar. Im Brillquartier wird diese Erfahrung aufgegriffen: Vom Ansgarikirchhof mit seiner historischen Handwerkskammer kommend, über die Wandschneiderstraße schafft der Tordurchgang vis-à-vis eine direkte Verbindung hinein ins die Brill-Höfe.

Der von den Häusern gerahmte Hof wird zum öffentlichen Raum, Gebäuderückseiten werden zu Hoffronten und ein Stück verborgene Stadt lüftet ihr Geheimnis. Diese Transformation, in der das Innere nach außen gekehrt wird, macht neue Perspektiven auf – auf die Gebäude, ihre Nutzungen und ihre Bezüge im Quartier. Es ist ein erstes Versprechen: Hier entsteht ein Ort, der nicht nur durchquert, sondern auch neu entdeckt werden will.